Niclas ging heute nicht zu dem Treffen der Freunde. Er hatte heute eine ganz besondere Idee, die er mit Monika, seiner besten Freundin, umsetzen wollte. Darüber wollte er aber ohne die anderen in Ruhe nachdenken. Monika, die immer geradeaus war und nie ein Blatt vor den Mund nahm, war für das Vorhaben vielleicht nicht ganz geeignet. Aber zumindest konnte sie Niclas den Rücken freihalten und ihm Mut zusprechen. Niclas' Vorhaben für den heutigen Abend war nämlich ein wenig heikel - er wollte dem Weihnachtsmann einen Brief schreiben und dazu brauchte er Monikas Unterstützung. Außer seinen Wunschzetteln hatte er nämlich noch nie an den Weihnachtsmann geschrieben und langsam kam ihm seine Idee immer ungeheuerlicher vor.

Monika jedoch war guter Dinge und hatte viele Vorschläge - einer abenteuerlicher als der andere - die sie einbringen wollte. Niclas jedoch war nicht ganz so forsch und so fiel der Brief etwas höflicher aus.

Lieber Weihnachtsmann,

wie du sicher weißt, soll unsere Schule geschlossen werden. Aus diesem Grund haben sich fünf Schüler der Schule zusammen gefunden, um dagegen zu anzukämpfen. Gerade die jüngeren Schüler brauchen die Schule dringend, da sie sonst täglich einen sehr weiten Weg zurücklegen müssten.

Wir möchten dich bitten, uns bei der Rettung der Schule zu unterstützen. Um unserer Bitte Nachdruck zu verleihen, haben wir beschlossen, dich am Nordpol zu besuchen und alles persönlich vorzutragen. Bitte lass zu, dass wir die Weihnachtsstadt sehen können, sobald wir in der Nähe sind. Alles andere schaffen wir dann schon. Der Flug ist schon gebucht.

Es grüßt dich dein Freund Niclas!

 

Monika war von dem Brief nicht sehr begeistert. Sie wollte den Weihnachtsmann lieber zu konkreten Taten auffordern. Aber Niclas blieb stark und erklärte ihr, dass der Weihnachtsmann seine eigenen Mittel und Wege nutzen würde, wenn er ihnen helfen wollte. Dem Weihnachtsmann konnte man schließlich nur Wünsche vortragen und nicht befehlen. Letztendlich musste auch Monika zugeben, dass der Brief von Niclas die bessere Wahl war und so machten sie sich einträchtig auf den Weg, um den Brief zu Post zu bringen. Den anderen Freunden würden sie dann später berichten, dass sie dem Weihnachtsmann ihre Ankunft angekündigt haben.

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