Völlig überwältigt starrten die fünf Freunde die kleine Elfe an, die aus dem Türchen heraus schaute. Sie hatten sie Weihnachtsstadt wirklich gefunden. Das allein war schon ein Wunder. Auch die kleine Elfe schaute ganz ungläubig und fragte verwundert, was der Wunsch der Kinder wäre. Die Freunde erzählten, dass sie dringend den Weihnachtsmann um Hilfe bitten wollten und mit ihm reden müssten. Die Elfe überlegte kurz und öffnete dann das große Tor. Was gab es da nicht alles zu sehen! Den Kindern standen vor staunen die Münder offen. Um einen freien Platz tummelten sich zahlreiche kunterbunte Häuser, die auf das festlichste mit Tannengrün, Mistelzweigen und Lichterketten geschmückt waren. Die riesigen Fenster waren mit farbigen Fensterläden versehen. Auf dem freien Platz vor den Häusern war eine riesige Tanne zu sehen. An ihr hingen allerlei Äpfel, Nüsse und anderes Naschwerk und eine Lichterkette, die den Baum mehrmals umspannte endete ganz oben in einem hell erleuchteten Weihnachtsstern, der wie ein echter Stern aussah. Zwischen den Häusern und auf dem Platz wimmelte es nur so von kleinen Elfen mit bunten Karren und Geräten. Den Kindern standen vor Staunen die Münder offen. Die kleine Elfe begleitet sie zunächst in eins der Häuser und bat sie zu warten. Die Kinder machten es sich auf den kleinen Stühlen gemütlich und schauten sich in der näheren Umgebung um. Alles war festlich geschmückt und mit hunderten von Lichterketten versehen. Nach einer weile kam die kleine Elfe mit einer anderen Elfe wieder, die sie als Keena vorstellte. Sie sagte, dass der Weihnachtsmann in den nächsten ein bis zwei Tagen Zeit für sie haben würde und sie bis dahin seine Gäste sein sollten. Keena würde sie begleiten und ihnen ihre Zimmer zeigen. Was für eine Freunde! Der Weihnachtsmann würde tatsächlich noch vor weihnachten mit ihnen reden! Keena brachte die Kinder zu den beiden Zimmern, die die Jungen und Mädchen bewohnen sollten. Als die Kinder auspackten, saß Keena auf dem Bett der Mädchen, baumelte mit den Beinen und erzählte, dass der Weihnachtsmann jetzt sehr viel zu tun hat und dass seit vielen hundert Jahren kein Mensch mehr die Weihnachtsstadt betreten hat. Sie selber hatte noch nie Menschen gesehen und freue sich darauf, sie herumführen zu dürfen. Ihren Rundgang wollten sie in der Küche beginnen. Als die Jungen aus ihrem Zimmer kamen, ging es durch einen riesigen Flur in Richtung Küche. Obwohl die Häuser von außen eher klein aussahen, waren sie von innen riesig! Der Flur mit vielen, vielen Türen endete in einem großen Saal, der den Elfen als Speisesaal und Freizeitraum diente. Hier bekamen die Freunde erst mal einen Kakao und Kekse. Einige andere Elfen befanden sich auch noch im Saal und kamen neugierig näher um zu erfahren, was die Kinder hier tun würden. Bereitwillig erzählten die Freunde von ihrer Mission. Immer wieder kamen und gingen Elfen und immer wieder mussten sie ihre Geschichte erzählen, so dass am Abend jede Elfe über den Besuch der Kinder und ihren Wunsch Bescheid wusste. Auch die Kinder hatten viel Spaß mit den Elfen und schlossen schnell neue Freundschaften. Wen es da nicht alles gab. Rhonda und Audra, Aithne und Alana, Bran und Colin. Die Namen waren so einzigartig wie ihre Besitzer. Bevor sie es sich versahen, war es schon wieder dunkel und die Nacht brach herein. Für heute hatten die fünf Freunde genug erlebt. Keena brachte sie zurück zu ihren Zimmern und versprach, am nächsten Morgen mit ihnen die Werkstätten und den Rentierstall zu gehen. Überglücklich, aber völlig erschöpft schliefen die Kinder in dieser Nacht ein.

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