20. Dezember - Die Generalprobe

Am Nachmittag trafen sich alle Kinder in der Scheune des alten Bauern, für den die Kinder Tages zuvor Holz gesammelt und den Schlitten bekommen haben. So kam der Schlitten, wenn nun auch etwas lediert, wieder an seinen Ursprung zurück. In der Schule konnten sie heute nicht proben, da die Schule am Wochenende geschlossen war. Ausßerdem brauchten sie ja auch einen Ort für die Aufführung vor den Eltern. Am Tag zuvor hatten sie beschlossen, die Eltern aller Kinder, die im Stück mitspielten, einzuladen. Sie wollten Glühwein ausschenken, Lebkuchen anbieten und jede Menge weihnachtlichen Spaß mit allen Eltern haben.

Aber dazu musste erstmal die Scheune aufgeräumt werden. Nach zwei Stunden gab es einen großen freien Platz in der Tenne und im Bansen war das Stroh so gestapelt, dass sich die Eltern daraufsetzen und den Kindern bei ihrem Stück zusehen konnten.

Nun konnte die Generalprobe beginnen. Wie immer, ging es mit viel Spaß zur Sache und nun konnte man auch sehen und hören, dass sich die vielen proben und das fleißige Lernen der Texte ausgezahlt hatten. Das ganze Stück konnte ohne Zwischenfälle zu Ende geprobt werden und anschließend waren alle erleichert und sehr guter Laune. Für den folgenden Tag wurde vereinbart, noch ein paar Decken und weihnachtliche Deko in die Scheune zu bringen und sie zu schmücken. Die beiden alten Leute wurden ebenfalls noch eingeladen und am nächsten Tag wollten sich alle bei einbrechender Dunkelheit mit den Eltern einfinden.

An diesem Abend konnten die Kinder lange nicht einschlafen. Das Lampenfieber hielt alle drei wach. Die Eltern, die sie eine Stunde zuvor eingeladen hatten, waren sehr überrascht, was wohl auf sie zukommen würde. Aber sie hatten fest versprochen, morgen zu kommen. Mit diesem guten Gedanken schliefen die Kinder spät abends doch noch ein.

 

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