17. Dezember - Die Scheune

"Und schon ist es Donnerstag", waren die ersten Gedanken die Christa durch den Kopf huschten, als sie früh's aufwachte. Gut gelaunt stand sie auf und ging duschen. Noch leise Weihnachtsmusik summend, kam sie in die Küche und aß ein paar Kekse. Emilia und Taylor fragten sich ständig wie die kleine Elfe so viel essen konnte, ohne auch nur einen Gramm zuzunehmen. Voller Tatendrang gingen sie zur Schule um später nach Requisiten, für das Theaterstück, ausschau zu halten. 6 Stunden hatten sie heute. Für Christa war das relativ wenig da sie oftmals auch 11 Stunden lang zur Schule ging, weil Kimball ihr mal wieder mehr Puppen zum bemalen gegeben hatte! Warum wusste sie nicht und würde sie wahrscheinlich auch nie erfahren, aber ihr solls Recht sein, denn sie machte nix lieber als die vielen Spielsachen zu bemalen. Naja außer mit den Rentieren oder Jelena bis mitten in die Nacht zu reden oder mit den Huskys zusammen im Heu zu spielen, dachte sie verträumt. Jelena ist ihre beste Freundin seit sie denken konnte. Was sie wohl alle so machten ohne sie? "Würde man mich denn suchen?", fragte sie sich. "Wahrscheinlich nicht, sonst wäre ich schon längst wieder Zuhause.", beantwortete sie ihre Frage selbst.

Sie freute sich schon auf die erste Stunde, denn sie hatten ihr Lieblingsfach; Kunst. Heute sollten sie ein Winterlandschaft mit einem Tier im Vordergrund malen. Christa brauchte wie immer nicht so lange wie die anderen und war nach 20 Minuten auch schon fertig. Sie hatte Rudolf mit seiner roten Nase gemalt. Die anderen hatten ja keine Ahnung, wie rot seine Nase in Wirklichkeit war! Emilia und Taylor malten Kaylie neben einem Schneemann sitzend. Christa wusste genau wer dieser Schneemann war; Snowie, der noch im Vorgarten ihres Hauses stand. Als dann die letzten Stunden schließlich auch zu Ende waren, schimpfte Christa wie schwierig Mathe doch sei und Taylor konnte darüber nur lachen. "Soll er doch nur lachen, er ist ja auch ein Mathe-Wunderkind!", dachte sie eingeschnappt. Sie liefen gerade zur Bushaltestelle, um dann festzustellen das der Bus vor einer Minute abgefahren sei. Also liefen sie zu Fuß nach Hause, wo sie die freudenstrahlende Kaylie empfing. Sie erzählte aufgeregt, dass sie heute etwas ganz interessantes gefunden hätte! "Es ist groß, braun und bestimmt schon ganz alt!", schilderte Kaylie den dreien ihren Fund.

Nach einer halben Stunde laufen kamen sie an einer alten, fast zerfallenen Scheune an. Wie Kaylie hier her gefunden hatte, wollten die drei dann aber lieber doch nicht wissen. Als Kaylie sie dann zu einer Diele an der Seite der Scheune führte, blieb sie daneben stehen und deutete ihnen aufgeragt, dass sie da durch gehen sollten. Taylor fasste sich zuerst wieder und ging durch die Diele hindurch. Nach ein paar Sekunden schrie er, dass sie schnell rein kommen sollten, denn war hier drinnen war, sollte der Wahnsinn sein. Christa stieg als nächstes hindurch und fand einen wunderschönen alten Schlitten vor sich. Die anderen beiden folgten Christa kurz darauf durch die Diele. Alle waren sprachlos außer Kaylie, die stolz und breit grinste. Nachdem sie sich wieder gefasst hatten schmiedeten sie Pläne, wie sie den Schlitten nach Hause schaffen könnten, denn sie selbst könnten ihn nicht ziehen da er viel zu schwer war. Nicht, dass sie es nicht probiert hätten. Als es 19:00 Uhr war, gingen sie schließlich nach Hause, da es bald Abendbrot geben würde. Aber sie schworen sich, gleich morgen wieder zu kommen, um sich etwas einfallen zu lassen. 

 

Nach dem Abendessen gingen alle ziemlich müde ins Bett, denn der Marsch zu dieser alten, modrigen Scheune war für ihren kurzen Beine ziemlich anstrengend. Mit einem Lächeln im Gesicht schliefen sie dann alle ein.

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