Heute wollten die Kinder nach der Schule wieder mit den anderen proben. Mittlerweile kannten alle ihren Text und wussten schon ganz gut, an welchen Stellen im Stück sie aktiv werden mussten. So kamen sie gut voran und alle waren guter Laune. Nur Christas Gedanken schweiften immer wieder ab zu dem Rentier und dem Schlitten, den sie für die Rückfahrt in die Weihnachtsstadt brauchte.

Währenddessen in der Weihnachtsstadt...

Kimball tobte! Er war furchtbar wütend auf Christa gewesen, dass sie den Eimer mit der Farbe für die Puppenaugen umgeworfen hatte und mit dem Werkstattschlüssel verschwunden war. Aber schon nach ein paar Tagen wurde es sehr ruhig um ihn und er machte sich ernstlich Sorgen. Wie sollten die Elfen nur all das Spielzeug fertigstellen, wenn auch nur ein Elf fehlte...und ausgerechnet Christa, die immer seine beste Schülerin gewesen ist. Das hatte er ihr natürlich nie gesagt und eigentlich hatte er sie immer viel härter rangenommen und bestraft als all die anderen Elfenkinder. Aber das tat er nur, weil er von Christa viel mehr erwartete und nun war sie weg! Als die Sorge um Christa zu groß wurde, ging Kimball zum Weihnachtsmann und bat ihn, nach Christa Ausschau zu halten. Sie wäre doch meistens eine sehr liebe Elfe und nur ein ganz klein wenig schusselig und überhaupt. Aber der Weihnachtsmann lachte nur! Er hatte das leise Geräusch wie von einem Sog in jener Nacht ebenfalls gehört und hatte später nach seinen schlafenden Elfen gesehen. Christas Verschwinden hatte er sofort bemerkt und so hat er am nächsten Morgen in seinen allsehenden Spiegel geschaut und nach Christa gesucht. Schwer war sie nicht zu finden gewesen und so hatte er ihr Donner geschickt, damit sie die Bekanntschaft des Rentieres machte. Irgendwie musste sie ja wieder zurück kommen. Als sie sich von Donner zu den Menschen hat tragen lassen, war er zunächst etwas verwundert, dass sie nicht wusste, wie sie mit dem Rentier zurück kommt. Aber er bewunderte auch ihren Mut, sich den Menschen zu nähern und bei ihnen die notwendigen Informationen zu erfragen. Also schickte er ihr Kaylie, damit sie ihr den Weg zurück zum Wald zeigen konnte. Aber als Christa dann beschloss, bei den Menschen zu bleiben und ihnen Weihnachten zurück zu bringen, war er sehr stolz auf seine kleine Elfe. Als er Kimball alles erzählt hatte, war dieser sehr erleichert und froh darüber, dass es Christa gut ging. Also wollte er versuchen, mit den verbliebenen Elfen alle Geschenke zu machen. Aber wenn Christa zurückkam, dann....

In der Zwischenzeit war für Christa wieder ein ereignisreicher Tag zu Ende gegangen und müde lag sie in ihren kleinen Bett und dachte an Rentiere, Schlitten, Weihnachtsgeschenke und das Theaterstück.

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