Eine fortlaufende Weihnachtsgeschichte

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Leise Kinderfüße waren zu vernehmen, heimlich einen Schritt nach dem anderen machend und darauf achtend, dass ja die Dielen nicht knarrten. Beschwerte sich das Holz, sobald sie auf eine empfindliche Stelle traten, erklang heiteres, gedämpftes Lachen, das Fortbewegen wurde kurz eingestellt und Deckung hinter einer Kommode gesucht. Als niemand kam, um sie zu maßregeln, strahlten sich die Zwillinge erfreut und siegestrunken an, die Münder von den Zuckerstangen ganz rot, die Mundwinkel voller Spekulatiuskrümel. Wagemutig setzten sie sich wieder in Bewegung, das Mädchen mit den wilden, nussbraunen Locken voran, der Junge mit den verträumten, warmen Augen als Nachhut. Wie Ninjas bewegten sie sich durch die Flure, die Treppe hinunter auf die Garderobe zu, wo ein grünes und ein rotes Mäntelchen hing, passende Schuhe davor stehend. Rasch schlüpften sie in die gefütterten Schuhe und ab ging es nach draußen. Die ganze Nacht über hatten die Wolken Schneeflocken auf die Erde niederfallen lassen, sodass jetzt eine schöne lockere Schicht den harten Boden bedeckte. Ideale Bedingungen für eine Schneeballschlacht.

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Obschon er von dem letzten Tag noch ziemlich geschlaucht war, erwachte Angus, sobald die Morgendämmerung einsetzte und die rötlich-goldenen Strahlen der Sonne in das prunkvolle Gemach fluteten, wodurch die Garnitur vollkommen in Flammen zu stehen schien. Dieser Anblick besaß eine irisierende Wirkung, ließ seine Umgebung unwirklich erscheinen, weshalb Angus seine Lider wieder senkte. Von draußen vernahm er vereinzelt noch Hochrufe und feierliches Gelächter, manch einer grölte schief ein Lied, dessen Text so unverständlich war, dass Angus daraus schloss, dass die Person recht angeheitert sein musste.

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Mit eisigem Blick starrten sich Lennart und Angus an. Keiner wollte nachgeben. Doch wussten beide, dass sie eine Lösung finden mussten. Sie konnten schließlich nicht ewig in den Katakomben bleiben. Das Volke draußen auf dem Schlosshof, den Plätzen und Straßen hatte mittlerweile herausgefunden, dass Lennart nirgendwo zu finden war. Weder war er im Verlies, noch war er angeblich geköpft worden. Schon schwärmten die ersten aus, um sich auf die Suche zu machen. Irgendwann drangen auch in die Katakomben Menschen und Elfen ein und fanden die beiden Geschwisterpaare. Allen voran stürmte Albion, für den es seit dem Beginn der Unruhen kein Halten mehr gab. Er wollte sich nie wieder verstecken und kämpfte nun darum, einer Zukunft zu Leben zu verhelfen, die Elfen und Menschen wieder zusammen und in Frieden leben ließ.

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    Die grauen Wolken standen tief, diesiges, träges Wetter herrschte, nur hier und da fielen ein, zwei Schneeflocken zur Erde. Die Natur wollte es sich die Weihnachtstage über gemütlich machen, wodurch das Klima um einiges milder wurde. So stand dieses in einem großen Kontrast zu der entflammten Bevölkerung, bei der es nicht ganz so lauschig zuging, wie beispielsweise in der gestrigen kleinen Abendrunde der Freunde. Nein, die Bürger waren aus einer lang währenden Starre erwacht, das Feuer der Freiheit loderte hell und heiß in ihren Herzen, verlangte, sich Gehör zu verschaffen.

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