Nachdem die Schule beendet war, trafen sich die fünf Freunde auf dem Weihnachtsmarkt. Sie wollten noch schnell schauen, ob ihr Los von gestern denn etwas gewonnen hat. Aber noch warteten sie auf Eric und als er kam, war Eile geboten. Für heute Nachmittag war eine Lehrerkonferenz einberufen worden und die Lehrer würden sich alle in der Schule befinden. Damit war es unmöglich, die Ausrüstung für die Expedition aus der Schule zu schmuggeln. Also liefen sie sofort los. In der Zwischenzeit hatte es begonnen, leise zu schneien. Die Vorgärten und Häuser bestäubten langsam mit weißem Puder und die Freunde nahmen das als ein gutes Omen für ihre beginnende Reise zum Nordpol. Als sie in der Schule ankamen, war von den Lehrern noch nichts zu sehen. Schnell stahlen sich die Fünf zu den Spinden und holten ihre Ausrüstung heraus. Gerade als sie gehen wollten, stellte sich ihnen der Hausmeister in den Weg und fragte mit hochrotem Kopf, was die Kinder noch in der Schule zu suchen hatten. Nun war guter Rat teuer. Der Hausmeister war wirklich sehr wütend. Aber der sonst immer stille Eric rettete die Situation indem er ihm erzählte, dass die Kinder für die Lehrerkonferenz einen Vortrag über die Arktis halten wollten - ein Schulprojekt über verschiedene Klassen hinweg - und deshalb Ausrüstungsgegenstände holen wollten. Damit gab sich der Hausmeister dann auch zufrieden und ließ die Kinder in Richtung der Klassenzimmer von dannen ziehen. Nun aber schnell raus und ab zum Busbahnhof. Dort wurden schnell noch die ganzen Sachen verstaut, die die Kinder sonst noch so mitgebracht hatten und ab ging es in den Bus, der sie in die nächst größere Stadt und zum Bahnhof bringen würde. Dort angekommen erreichten die Kinder mit knapper Mühe und Not ihren Zug. In der Zwischenzeit machten sich die Eltern sicher schon sorgen, weil die Kinder nach der Schule noch nicht nach Hause gekommen waren. Entsprechend ruhig verlief die Zugfahrt. Jeder hing seinen Gedanken nach und war zu Hause bei seinen Eltern und Geschwistern. Die Zugfahrt dauerte bis zum späten Abend und die Kinder hatten, als sie endlich beim Flughafen ankamen, ein sehr schlechtes Gewissen. Also beschlossen sie, vor dem Abflug noch einmal zu Hause anzurufen und Bescheid zu sagen, dass sie in Sachen Schule unterwegs waren. Vom Nordpol allerdings wollten sie nichts sagen. Und wieder war es der ruhige Eric, der seine Eltern anrufen sollte. Das Gespräch mit seinen Eltern dauerte nicht lange. Sein Vater erklärte sich bereit, die anderen Eltern zu informieren und es wurde noch vereinbart, dass die Kinder sich regelmäßig melden. Bis zum Abflug waren noch ein paar Stunden Zeit, so dass jeder noch ein wenig seinen Gedanken nachhängen und schlafen konnte. Morgen in aller Frühe würde der Flieger abheben und sie zum Nordpol und zum Weihnachtsmann bringen. Das große Abenteuer hatte begonnen.

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