In aller Frühe - obwohl es draußen noch dunkel war - waren die Freunde heute auf den Beinen und brannten darauf, mit Keena die Weihnachtsstadt zu entdecken. Aber zuerst gab es ein umfangreiches Frühstück mit heißem Kakao und Weihnachtsplätzchen. Zur Frühstückszeit war auch der Saal, in dem sie gestern Abend schon gewesen sind, viel voller und sie erkannten viele der Elfen wieder. Gleich  ihre erste Station sollten die Werkstätten der Weihnachtselfen sein. Davon gab es gleich drei: eine für Holz- und mechanisches Spielzeug, eine für elektrisches Spielzeug und Fortbewegungsmittel und eine für Elektronik. Es konnte also nur ein interessanter Tag werden. Zunächst gingen sie in die Werkstatt mit dem mechanischen und Holzspielzeug. Das Haus war von außen wieder wunderschön mit Tannen- und Mistelzweigen geschmückt und zahlreichen Lichterketten begangen, so dass es garnicht wie eine Werkstatt aussah. Auch drinnen war es erhellt von tausenden von Weihnachtslichtern und die kleinen Werkbänke waren lustig bunt angestrichen worden. Wie schon das Haus, in dem sie schliefen, war die Werkstatt von außen nur ein kleines Haus aber von innen ein riesig großer Saal, in dem hunderte von Elfen eifrig ihren Verrichtungen nachgingen und Spielzeug produzierten, zusammenbauten, montierten oder verpackten. Von ihrem Standpunkt auf der Empore sah alles ziemlich nach einem Durcheinander aus. Aber Keena, zeigte ihnen, dass sehr wohl eine Struktur hinter dem Handeln der Elfen verborgen war und das jede ihre Aufgabe hatte. Die einen bauten das Spielzeug auf vielfältige Weise, die nächsten transportierten alles zu einem großen Fließband und von diesem Fließband aus lief alles zu einer Verpackungsmaschine, die den Geschenken eine schicke Hülle verpasste und von den Elfen dort noch mit Schleifen beklebt wurde. Was gab es nicht alles für Spielzeug zu sehen: Baukästen und Puppen, Spielzeugautos und Puzzles, Rasseln und Plüschtiere und so weiter und so fort. Alles, was das Herz begehrte. Auffällig war, dass das meiste Spielzeug hier für wirklich kleine Kinder war. Nachdem sie sich den ganzen Vormittag in dieser Werkstatt herumgetrieben und und versucht hatten, das System zu durchschauen, war es in den beiden folgenden Werkstätten schon einfacher für sie. Wieder gab es Elfen die bauten, solche die transportierten und welche, die die Geschenke verpackten. Auch die beiden anderen Werkstätten waren festlich geschmückt und mit Lichterketten behangen worden, so dass es an allen Ecken und Enden glitzerte und leuchtete, wie es nur am Nordpol in der Weihnachtsstadt strahlen kann. Als der Abend heranzog, gingen die Kinder voller neuer Eindrücke und völlig geschafft zurück in den Saal und aßen zu Abend. Wieder gab es Kakao und Kekse. Das schien die natürliche Ernährung von Elfen zu sein. Na, es hätte schlimmer kommen können. Für den nächsten Tag wurde vereinbart, dass die Kinder den Rentierstall sehen sollten und dann war da ja auch noch das Gespräch mit dem Weihnachtsmann. Bis jetzt war noch alles ganz lustig gewesen. Aber bei dem Gedanken an die Unterhaltung mit dem Weihnachtsmann wurde doch allen etwas flau im Magen. Aber alles würde sich fügen. Da waren sich die fünf Freunde sicher und so gingen sie völlig erschöpft in ihre Betten und schliefen schnell ein.

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