Nach dem Frühstück packten die Kinder und Uwe ihre Sachen zusammen und machten sich bereit, die Fahrt mit dem Schneefahrzeug zum Nordpol anzutreten. Zum Abschied umarmten die Kinder die Mitarbeiter der Forschungsstation herzlich und versprachen, Grüße nach Hause mitzunehmen. Dann beluden sie das riesige Schneefahrzeug, dass mit seinen Gleisketten sehr futuristisch aussah. Im Inneren würden alle Kinder und Uwe bequem Platz finden. Das Gepäck war im hinteren Teil des Fahrzeuges untergebracht.

Dann ging die atemberaubende Fahrt los. Die Ketten stoben den Schnee nur so auf und das Fahrzeug war überraschend schnell. So würden sie ganz sicher noch heute an den Nordpol kommen. Das Wetter zeigte sich nach dem Sonnenaufgang von seiner besten Seite und die fünf Freunde hatten Zeit und Muße, sich die Umgebung anzusehen. Da gab es nicht nur einfach eine flache, weiße Landschaft, sondern es waren Spalten, Verwerfungen und Schneewehen zu sehen, die der Wind immer wieder neu ordnete. Zwischendurch waren wieder Polarfüchse zu sehen, die Jagd auf kleine Säuger im Schnee machten. Unterwegs unterhielten sich die Kinder nochmal mit dem Forscher über das besondere Fernglas, dass nötig war, um die Weihnachtsstadt zu sehen. Aber auch Uwe hatte keine Idee, welches Fernglas wohl gemeint sein konnte. Von der Forschungsstation hatten sie ein ausrangiertes Nachtsicht-Fernrohr bekommen, mit dem sie versuchen würden, den Nordpol abzusuchen. Aber mehr konnten die Forscher auch nicht tun.

Nun würde es also wahr werden: Sie mussten die Weihnachtsstadt unbedingt finden, damit der Weihnachtsmann ihnen bei der Rettung der Schule helfen konnte. Ein bisschen weiß um die Nase wurden sie schon, als sie sich der Dringlichkeit bewusst wurden. Noch heute Abend wollten sie mit dem Nachtsicht-Fernglas die Weihnachtsstadt suchen. Aber dazu mussten sie erstmal ankommen. Anders als am Südpol gibt es am Nordpol keine Kennzeichnung des Ortes - nur Packeis in alle Richtungen, soweit das Auge reicht. Die Kinder holten ihre Ausrüstung aus dem Schneefahrzeug und waren überrascht, am Ziel ihrer Reise angekommen zu sein. Der Nordpol - nun war es nur noch ein kleiner Schritt zur Weihnachtsstadt - hofften die Freunde. Uwe verabschiedete sich herzlich von den Kindern und machte sich wieder auf den Heimweg. Er würde erst mitten in der Nacht wieder in der Forschungsstation sein. Die Kinder begannen erstmal, ihre Zelte aufzubauen und kochten sich dann einen schönen, heißen Tee. Als es dunkel war, probierten sie einer nach dem anderen das Nachtsicht-Fernglas. Aber nichts passierte. Von der Weihnachtsstadt war weit und breit nichts zu sehen. Enttäuscht und traurig legten sich die Kinder in dieser Nacht in ihre Schlafsäcke. Über eine neue Strategie wollten sie morgen nachdenken.

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