Gleich nachdem Tristian und Arun erzählt hatten, wo Einar war und was er nun am nötigsten brauchte, machte sich eine Prozession von Elfen mit Lebkuchen, Kakao und ein paar Decken auf den Weg zum Mondberg. Mittlerweise war ein Pfad im Schnee ausgetreten, so dass die Elfen schnell voran kamen. Die Höhle war gut zu finden und so waren die Elfen in relativ kurzer Zeit vor Ort und wollten Einar begrüßen. Wie groß war der Schreck, als Einar gar nicht mehr da war. Sie suchten in allen Ecken. Aber sie konnten ihn nirgends finden. Sofort machte sich eine große Sorge unter den Elfen breit, dass Einar schon wieder entführt worden ist. Dafür stellten sie fest, dass der dunkle Schatten, hinter dem die Werkbänke wie hinter einer unsichtbaren Barriere verborgen waren, weg war. Was ist hier bloß los gewesen? Fußabdrücke gab es auf dem felsigen Boden der Höhle nicht und draußen hatten sie auch nichts verdächtiges gesehen. Wie es schien, konnten sie hier erstmal nichts weiter ausrichten. Deshalb schnappten sie sich so viele Werkbänke wie möglich und machten sich auf den Weg zurück zur Weihnachtsstadt. Allen Elfen stand die Sorge um Einar ins Gesicht geschrieben.

In der Zwischenzeit hatten Tristian und Arun weiter die alten Bücher studiert und sind nach langem Hin und Her auf eine Spur gestoßen. Hier hieß es also, dass ein Elf, der auf die böse Seite gewechselt war, für die anderen Elfen als schwarzer Schatten erschien. Das war es also. Ein böse gewordener Elf. Aber wer konnte das sein? Welcher ihrer Freunde konnte plötzlich böse geworden sein? Sie hatten keinen Mit-Elfen in der letzten Zeit vermisst. Also konnte es nur ein Elf sein, der schon längere Zeit nicht mehr gut war. Vielleicht sogar hundert Jahre lang! Da war doch die Geschichte von Eowyn. Wie war das gleich? Er war der Weihnachtsstadt verwiesen worden und sollte fortan unter den Menschen leben. Konnte es sein, dass er zu einem bösen Elf geworden war und nicht unter den Menschen lebte? Mit dieser Theorie mussten sie schnell erstmal zu Siridean. Mit ihm konnten sie beratschlagen, was als nächstes zu tun sein. Siridean war sehr interessiert an ihrer Theorie und so kam es, dass eine Stunde später alle Polizei-Elfen mit offenen Mündern vor Tistian und Arun saßen und deren Ausführungen folgten. Das Misstrauen, dass Siridean gegenüber Arun und Tristian gehabt hatte, hat sich mittlerweile gelegt und so machte er die beiden zu Hilfs-Polizisten, die fortan bei den Ermittlungen dabei sein würden. Schließlich hatten sie herausgefunden, wer oder was die ganzen Schäden verursacht und Einar entführt hatte. Aber das Wissen um den bösen Elf war erst der Anfang. Noch wusste niemand, was man gegen ihn tun und wie man ihn aufhalten konnte. Vielleicht war hier nochmal eine Audienz beim Weihnachtsmann möglich. Die Elfen wollten gerade zum Weihnachtsmann gehen, als das Tor der Weihnachtsstadt geöffnet wurde und die Elfen-Prozession vom Mondberg zurück kam. Geschultert hatten sie einige Werkbänke, aber Einar fehlte. Jetzt war guter Rat teuer.

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