Tjara und Siridean waren zuerst wieder in der Polizeistation. Leider war ihre Mission nicht von Erfolg gekrönt und sie hatten keine weiteren Spuren des mysteriösen Schattens, den Siridean vorgestern Abend wahrgenommen hatte, gefunden. Entsprechend zerknirscht saßen sie am Tisch und tranken Kakao, um sich ein wenig aufzuwärmen. Die Weihnachtssterne an den Fensterscheiben wehten leise im Wind, als die Tür auf ging und Thorin und Einar kamen herein. Aus ihren verwirrten Gesichtern war abzulesen, dass sie zwar eine Spur gefunden, jedoch nicht zuordnen konnten. Und so fragte Siridian die beiden gleich, ob die Schlitten-Elfen etwas bemerkt hatten. Und tatsächlich war einem der Elfen aufgefallen, dass der Schlüssel gegen 10.00 Uhr noch im Kasten hing und 10.30 Uhr verschwunden war. Er hatte angenommen, der Weihnachtsmann hätte noch beim Schlitten zu tun gehabt und hat sich nicht weiter darüber gewundert. Der Weihnachtsmann jedoch war nicht in der Garage gewesen. Das wussten die beidem vom Weihnachtsmann selbst und so blieb nur noch zu warten, bis die Polizei-Elfen, die den bommellosen Elfen  suchen wollten, zurück waren.

Nach kurzer Zeit erschienen auch sie in der Polizeistation und nun wurde es richtig verwirrend. Der bommellose Elfe war gefunden worden. Es war - im Stillen hatte ihn Siridean schon im Verdacht - Tristian, dem eine Bommel fehlte. Er bestätigte auch, dass die gefundene Bommel sein ist und er sie schon vermisst hatte. Aber er schwörte Stein und Bein, dass er den Schlitten nicht angefasst habe und vielmehr den ganzen Abend mit Arun in der Bibliothek gewesen sei und gelesen habe. Auch die Bibliotheks-Elfe hatte das bestätigt. Damit hatte Tristian ein Alibi, gleich von zwei Zeugen bestätigt. Soviel war selbst dem unerfahrenen Siridean klar: Tristian war es nicht gewesen. Aber was konnte passiert sein? Der Schlitten war eindeutig kaputt und musste repariert werden. Immerhin gingen die Reparaturarbeiten schnell voran. Davon hatte sich Siridean noch schnell versichert, bevor er zu dem Treffen der Polizei-Elfen gegangen war. Morgen, spätestens Übermorgen war der Schlitten wieder heil. Viel mehr Sorgen machten Trisitan die Rentiere, die sich noch immer nicht zu erholen schienen. Einen Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Schlitten konnte er noch nicht herstellen. Aber ganz aus den Augen würde er die Theorie auch nicht verlieren. Wie er noch so über die Zusammenhänge nachgrübelte, hörten sie alle plötzlich einen lauten Schrei aus der Werkstatt. Wie der Blitz waren alle in ihrem Mänteln und über die Straße zur Werkstatt gerannt. Als sie dort ankamen, sahen sie zunächst nichts verdächtiges. Aber dann wurde ihnen plötzlich klar, dass etwas fehlte. Voller Schreck sperrten sie alle ihre Münder auf und starrten auf die fast leere Werkstatt. Jemand hatte die Maschinen gestohlen. Wie sollten sie jetzt das ganze Spielzeug für die Kinder herstellen.

Noch bevor Tristian und sein Trupp den Tatort absperren konnten, rannten zahlreiche Elfen aufgeregt durch die Werkstatt und suchten den Dieb. Damit waren wieder alle Spuren unbrauchbar. Mitten unter ihnen, etwas am Rand, standen Tristian und Arun. Beide starrten mit bösem Blick in die Werkstatt und Siridean, oberster Polizei-Elf, hatte schon wieder so ein komisches Gefühl.

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