5. Dezember - Eine traurige Geschichte

Nachdem Christa nach Tagen wieder in einem warmen, weichen Bett geschlafen hatte, fühlte sie sich ausgeruht und voller Tatendrang.

Nach dem Frühstück ging sie mit Emilia, Taylor und Kaylie nach draußen, um sich mit den anderen Kindern auf dem Spielplatz zu treffen. Eine ganze Weile fuhren sie Schlitten und bauten einen Schneemann, bis es Christa nicht mehr aushielt. Sie fragte Emilia und Taylor, warum bei Ihnen das Haus nicht festlich geschückt sei und keine Weihnachtsstimmung aufkommt. Traurig sahen die beiden sie an. "Letztes Jahr ist unsere Oma gestorben. Sie war lange Zeit krank und haben alle sehr an ihr gehangen!", sagte Emilia traurig. "Früher war Weihnachten ein ausgelassenes und fröhliches Fest. Oma hat sich immer neue Geschichten ausgedacht und wußte viel über den Weihnachtsmann zu berichten.", fügte Taylor hinzu. Aber der Verlusst der Oma habe Mama und Papa sehr betrübt und da Oma in der Weihnachtszeit gestorben war, will dieses Jahr niemand so richtig den Schmuck herausholen und fröhlich sein. Das verstand Christa natürlich. Aber für sie hing viel davon ab, dass sie die alten Geschichten der Großmutter hören konnte. Die konnten allerdings auch die Eltern oder die Kinder erzählen. Sicher war in einer Geschichte ein Hinweis darauf, wie eine kleine, ausgesperrte Elfe wieder nach Hause finden konnte.

Taylor, noch immer in Gedanken bei seiner Oma und den vergangenen Weihnachtsfesten, erzählte Christa, dass - wie alle Jahre - in der Schule ein Weihnachtsgeschichten-Wettstreit stattfinden würde. Aber weder Emilia, noch Taylor, hatten sich angemeldet. Wie sollte Christa nun erfahren, welche Geschichten die Großmutter über den Weihnachtsmann erzählt hatte? Nun, zunächst, so beschloss Christa, würde sie selber an dem Wettstreit teilnehmen. Schließlich hatte sie genug zu erzählen - und zwar aus erster Hand. Aber wie konnte sie Emilia und Taylor das Weihnachtsfest wieder näherbringen und ihren Eltern wieder die Herzen für das Fest der Liebe öffnen? Darüber würde sie in jedem Fall noch nachdenken müssen. Vorläufig konnte sie nur an ihren Geschichten arbeiten und gleich heute Abend würde Christa eine Geschichte Taylor und Emilia erzählen.

Auch wenn der Werkstattschlüssel kalt gegen ihre kleine Brust drückte, so war sie doch zuversichtlich, ihn bald wieder in das Schloss der Werkstatt stecken zu können.

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