4. Dezember - Auf dem Spielplatz

Am nächsten Morgen wurden Christa und Kaylie von den ersten Sonnenstrahlen geweckt und zum ersten Mal, seitdem Christa die Weihnachtsstadt verlassen hatte, fühlt sie so etwas wie Zuversicht. Heute würde sie die Menschenkinder des kleinen Huskymädchens kennenlernen und vielleicht herausfinden, wie sie zurück in die Weihnachtsstadt gelangen kann.

Aber zunächst lag vor den beiden noch ein Stück des Weges in das kleine Dorf, in dem Kaylie wohnte. Schon von der Ferne konnten sie die schneebedeckten Dächer und den Rauch, der aus den Schornsteigen stieg, sehen. Als sie näher kamen, hörten sie die Stimmen und das Lachen von vielen Kindern. Ein letzter Hügel noch und sie standen vor einem kleinem Spielplatz am Rande des Dorfes. Sofort rannte Kaylie los. Sie hatte ihre Kinder gesehen und wollte nun schnellstmöglich zu ihnen. Sie hatte sie so vermisst! Was war das für eine Freude und ein Hallo, als die drei sich wiedersahen. Auch die anderen Kinder kamen hinzu und alle redeten aufgeregt durcheinander, so dass zunächst niemand Notiz von Christa nahm. Aber nach der ersten Begrüßung rannte Kaylie zurück zu Christa und ihre Kinder folgten ihr. Neugierig traten Emilia und Taylor zu dem Elfenmädchen und als Kaylie wieder und wieder an Christa hochsprang, wußten die beiden, dass sie eine Freundin war.

Nachdem sich alle begrüßt hatten, wurde Christa auch den anderen Kindern vorgestellt und sie erzählte die Geschichte, wie sie Kaylie gefunden hatte. Danach spielten alle noch eine Weile auf dem Spielplatz. Zur Abendsszeit ging Christa, die von Taylor und Emilia eingeladen worden war, mit zu deren Haus. Die Eltern der Kinder freuten sich über den Besuch und natürlich darüber, dass Kaylie wieder zurückgekommen war. Alle hatten das kleine Hundemädchen vermisst und dem Vater, der mit Kaylie geschimpft hatte, tat es längst leid, dass er sie angefahren hatte. Er drückte Kaylie an seine Brust und damit war alles wieder vergessen.

Christa schaute sich derweil im Haus der Familie um. Wie seltsam die Menschen doch wohnten. In der Weihnachtsstadt war alles viel bunter und überall brannten Kerzen und Lichter. Hier war davon nichts zu sehen. Mochten die Menschen Weihnachten etwa nicht? Traurig fragte Christa: "Wo ist euer Weihnachtsschmuck? Wo sind eure Tannenzweige und Kerzen? Feiert ihr kein Weihnachten?" Betreten schauten die Eltern weg und gingen an den großen Eßtisch der Familie. Leise folgten Taylor und Emilia. Hatte Christa etwa eine falsche Frage gestellt? Wie sollte sie hier herausfinden, wie sie zurück in die Weihnachtsstadt kam, wenn sie Weihnachten offensichtlich nicht feierten?

Ganz fest drückte Sie den Werktstattschlüssel in ihrer kleinen Hand und schlief voller Sorgen ein. Morgen würde sie herausfinden müssen, was es mit der Familie und Weihnachten auf sich hatte.

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